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trink|KULTUR in der DDR
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Mehr als 16 Liter Weinbrand, Klaren und Likör – durchschnittlich 23 Flaschen „harte Sachen“ pro Kopf – trank jeder DDR-Bürger im Jahr 1988. Bereits seit 1987 behauptete die DDR die internationale „Spitzenposition“ im Verbrauch von harten Alkoholika. Trotzdem gilt: die Ostdeutschen tranken zwar gerne und viel – „exzessive Säufer“ waren sie hingegen nicht. Allerdings war der Konsum von Spirituosen in der DDR kaum negativ belegt. So knüpfen sich Erinnerungen bis heute fest an Anekdoten zu verschiedensten Alkoholika, zünftigen Feiern und geselligen Abenden, bei denen Schnaps nie fehlen durfte. Die Ausstellung „„trink|KULTUR in der DDR“ erzählt davon. Öffentlich wurden Alkoholismus und die damit einhergehenden Probleme allerdings bis in die 80er Jahre von der Parteiführung nicht thematisiert. Im Fokus der (kultur-)wissenschaftlichen Annäherung an das Thema stehen neben den „alkoholgenießenden“ soziokulturellen Personengruppen und spezifischen Alkoholika auch Hintergründe des Alkoholkonsums, Trinksitten und private und öffentliche Trinkorte. Überdies hinterfragt die Ausstellung die staatliche Alkoholpolitik und den gesellschaftlichen Umgang mit dem Thema „Sucht“. Bilder: Stadtmuseum Jena di, mi u. fr 10 bis 17 Uhr | do 15 bis 22 Uhr | sa, so 11 bis 18 Uhr |
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