Benutzerkonto erstellen
 
Deutsch
Name des Museums
Titel des Bildes
Zurück zur Veranstaltungssuche  

Treue Israeliten – Treue Bürger Aus der Geschichte der Juden in Meiningen

Ab dem: 30.09.2016
Bis zum: 01.05.2017
Veranstalter:Meininger Museen
AnschriftSchlossplatz 1
98617 Meiningen
Raum: Schloss Elisabethenburg, Mittlere Galerie
Link zum Museum:http://www.mein [..]
Kurator: Christoph Gann, Meiningen

Vor 150 Jahren, im September 1866, gründeten die Meininger Juden eine eigene Israelitische Cultusgemeinde. Zwei Wochen später trat Georg II. an die Regierung, unter „dessen milden Schatten“ die Blütezeit für die Meininger Juden begann. Sichtbares Zeichen nach außen war die Weihe der Synagoge im Jahr 1883. In der Weihepredigt sagte Landesrabbiner Moritz Dessauer: "So werden wir fest und treu als Bürger, fest und treu als Israeliten stehen und das Haus, das wir gebaut, wird ein Gotteshaus sein für alle Zeit, das walte der ewige Vater." Der Gemeinde gehörten Persönlichkeiten wie der Schauspieler und Intendant Ludwig Chronegk an, ohne dessen Wirken es die legendären Theater-Gastspielreisen der "Meininger" nicht gegeben hätte. Warum wollte aber Herzog Georg II. ihm als Buße auferlegen, zumindest im Traum das "Haupt einer confessionslosen Gemeinde" oder Assistent des Rabbiners zu sein? Welche Spuren des jüdischen Lebens und Wirkens lassen sich noch finden? Wie war das Verhältnis von Juden und Christen in Meiningen?

Diesen und anderen Fragen soll in der Ausstellung anhand von größtenteils Originalexponaten ver-schiedener Leihgeber aus dem In- und Ausland nachgegangen werden. Erinnert wird auch an die schwerste Zeit für Juden in Meiningen unter der NS-Diktatur und die Auslöschung der israelitischen Cultusgemeinde. Gezeigt werden Dokumente der Ausgrenzung und Verfolgung und der verzweifelten Auswanderungsbemühungen. Ein Meininger, dem die Flucht nach Südafrika gelang, und der um seine aus Meiningen deportierte und ermordete Schwester trauerte, schrieb 1946 an einen christlichen Freund: „... ist es nicht beschämend, dass es in einer kleinen Stadt, wo man so viele Jahre gelebt und, wenigstens die Alten, erfolgreich gewirkt hat, dass es nur so wenige gegeben hat, die den Mut zur Anständigkeit hatten, Herz und Charakter auf dem rechten Fleck, und die daher auch etwas riskierten.“ Auch diesen Meiningern, die den Juden beistanden, wird in der Ausstellung gedacht.
Museum im Schloss Elisabethenburg Di – So: 10.00 – 18.00 Uhr | Öffentliche Museumsbibliothek Di – Fr: 13.00 – 17.00 Uhr, Sa: 10.00 – 13.00 Uhr | Museumscafé im „Hessensaal“ November bis April: Di – So: 11.00 – 17.00 Uhr, Mai bis Oktober: Di – So: 11.00 – 18.00 Uhr | Literaturmuseum im Baumbachhaus Di – Fr: 10.00 – 12.00 Uhr und 13.00 – 18.00 Uhr, Sa/So: 14.00 – 16.00 Uhr