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"Leben sucht das Kind..."

Ab dem: 05.11.2016
Bis zum: 23.04.2017
Veranstalter:Stadtmuseum im Franziskanerkloster Saalfeld
AnschriftMünzplatz 5
07318 Saalfeld
Link zum Museum:http://www.muse [..]
Kindheit in Saalfeld 1870 bis 1980

Die Ausstellung veranschaulicht, wie Kinder früher gelebt, gespielt, gelernt und gearbeitet haben. Die Bedingungen unter denen sie aufwuchsen, waren vom herrschenden Zeitgeist bestimmt. Zur Kaiserzeit gab es ausgeprägte Klassenunterschiede, die sich besonders in der Schulbildung widerspiegelten. Kinder erlebten Kriege und machten während der NS-Zeit Erfahrungen mit Diktatur, Zerstörung und Tod. In der DDR sollten Kinder zu „allseitig entwickelten sozialistischen Persönlichkeiten" erzogen werden. Kinder- und Schulbücher, Spielzeug, ja selbst die Kleidung spiegeln diese Aspekte in vielfältiger Weise wider und werden in der Ausstellung sichtbar gemacht.
Über die Jahrhunderte hinweg haben sich die Vorstellungen davon, wie Kinder sind und wie sie nach Ansicht der Erwachsenen sein sollten, grundlegend gewandelt. Kindheit, wie wir sie heute verstehen, als bewusst pädagogisch und kindgerecht gestaltete Zeit des Heranwachsens, hat sich erst ab dem 18. Jahrhundert herausgebildet und war seitdem zahlreichen Veränderungen unterworfen. Der Ausstellungsschwerpunkt liegt auf der anschaulichen Vermittlung konkreten kindlichen Alltags und nimmt die dazugehörigen Lebensbereiche in den Fokus. Die Schau beginnt mit dem Kind im Säuglingsalter und wirft einen Blick auf die Themenfelder Geburt, Säuglingsausstattung und -pflege, das familiäre Umfeld, die Kleidung und Ernährung der Kinder. Auch die Geschichte des Kindergartens, der Pädagogik, der geschlechtsspezifischen Erziehung, der Schule, der Kinderarbeit und des Spiels werden thematisiert. Innerhalb des Themenbereichs Spielzeug liegt das besondere Augenmerk auf den bedeutenden thüringischen Spielzeugherstellern. In der Ausstellung werden neben vielen Objekten Fotos gezeigt, auf denen hauptsächlich Kinder aus Saalfeld und Umgebung zu sehen sind. Die ältesten Aufnahmen stammen von 1870. An Multimedia-Stationen können Filme, Bilder, Dokumente, Kinderbücher- und Schulbücher angeschaut oder alte Aufsätze nachgelesen werden. In der Ausstellung darf aber nicht nur gelesen und betrachtet, sondern auch mit den Händen „geschaut“ werden. So wird man das eine oder andere Spiel ausprobieren, auf einer Schiefertafel schreiben oder altmodische Bastel- und Handarbeiten anfertigen können. Erkundungsbögen ermöglichen Schulklassen und Familien einen weiteren Zugang zur Ausstellung. Ergänzend wird ein reich bebilderter Begleitband angeboten.
Führungen, Vorträge und Veranstaltungen in Verbindung mit der Museumswerkstatt können auf Anfrage gebucht werden. Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch (Sonderband 9 der "Saalfelder Museumsreihe") erhältlich!

Claudia Streitberger
Kuratorin der Ausstellung
Di bis So 10:00 - 17:00 Uhr | 1. und 2. Weihnachtsfeiertag 13:00 bis 17:00 Uhr | Montags sowie Heiligabend (24. 12.) und Silvester (31.12.) geschlossen