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Prunk und Pracht – Ausdruck der Macht?

Ab dem: 27.08.2017
Bis zum: 11.03.2018
Veranstalter:Museen der Schloss- und Residenzstadt Greiz
AnschriftBurgplatz 12
07973 Greiz
Link zum Museum:http://www.grei [..]
Fürstliche Hofhaltung in der Residenz Greiz

Die neue Sonderausstellung im Museum im Unteren Schloss Greiz thematisiert diese Anlässe am Fürstlichen Hof im ausgehenden 19. Jahrhundert, visualisiert die Hofhaltung mit den verschiedenen funktionalen Bereichen der Residenz, richtet den Blick auch auf die Protagonisten des fürstlichen Glanzes - auf das fast vergessene Dienstpersonal und stellt ganz bewusst die Frage: Prunk und Pracht?
War die Hofhaltung im ausgehenden 19. Jahrhundert wirklich so prachtvoll, wie es oftmals unserer märchenhaften Phantasie entspringt?

Auch in der Fürstlichen Residenz zu Greiz waren natürlich alle Festlichkeiten durch Kleider- und Tischordnungen geregelt, um den Beteiligten eventuelle Peinlichkeiten zu ersparen. Für jeden einzelnen Anlass wurde genau festgelegt und veröffentlicht, wer wann erscheinen durfte oder zu erscheinen hatte, welche Tätigkeiten und Dienste zu übernehmen waren, wie die Rangordnungen im Sitzen, Stehen oder Gehen waren, welche Uniformen, Kleider oder sonstige Garderobe getragen werden musste, ob Schmuck angelegt werden durfte und wie der genaue Handlungsablauf zu erfolgen hatte. Das Ziel jeglichen Zeremoniells besteht bis heute in dem Bestreben, einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Am Fürstlichen Hof zu Greiz war in der Zeit von 1887 bis 1920 Exzellenz Alfred Freiherr Titz von Titzenhofer in seiner Funktion als Fürstlich Reussischer Hofmarschall (ab 1911 Oberhofmarschall) im Wesentlichen für die Aufstellung und Festlegung des Zeremoniells sowie für die Hofhaltung des Fürsten verantwortlich. Ein Bestandteil der Hofhaltung war natürlich, neben der Organisation des alltäglichen Lebens oder besonderer Anlässe, auch die Fürstliche Küche, denn das Speisen war seit jeher ein zentraler Aspekt menschlichem Wohlbefindens sowie repräsentativer Anlässe. Titz von Titzenhofer erscheint in der neuen Sonderausstellung seines ehemaligen Arbeits- und Wirkungskreises - dem Unteren Schloss - als kunstsinniger Förderer des Greizer Kultur- und Vereinslebens, denn er wirkte neben seiner Tätigkeit als Hofmarschall und Kustos der Fürstlichen Kunstsammlung im Musikverein, Kunstverein und Verein für Greizer Geschichte mit.

Auch seinem Engagement ist es zu verdanken, dass die von ihm mitbetreuten Sammlungen des Vereins für Greizer Geschichte durch die Eröffnung des ersten "Museums für Greizer Geschichte" am 13. Oktober 1912 in Räumen der Webschule der Öffentlichkeit präsentiert werden konnten. An seiner Person wird deutlich, dass viele Aspekte des höfischen und bürgerlichen Lebens im 19. Jahrhundert gleichermaßen zur Entwicklung der kulturellen Vielfalt unserer Residenzstadt Greiz beitrugen.

Die Museen der Schloss- und Residenzstadt Greiz stellen mit dieser großen Sonderausstellung in 10 Räumen des ehemaligen Residenzschlosses der Fürsten Reuss Aelterer Linie - dem heutigen Museum im Unteren Schloss - die Fürstliche Hofhaltung am Ende des 19. Jahrhunderts und wichtige Anlässe, bei denen die Aufgaben der Hofhaltung erlebbar wird, in den Fokus.
Dienstag - Sonntag 10.00 Uhr - 17.00 Uhr