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"Waffen der Frauen"

Ab dem: 01.09.2017
Bis zum: 30.09.2018
Veranstalter:Waffenmuseum Suhl
AnschriftFriedrich-König-Straße 19
98527 Suhl
Link zum Museum : http://www.waff[..]
Vom 1. September 2017 bis zum 30. September 2018 zeigt das Suhler Waffenmuseum eine besondere Schau. Im ganzen Haus verteilt geht es in mehr als 100 Exponaten, darunter 35 Gemälden auf Textilbahnen, um „Die Waffen der Frauen“.

Seit mehr als 100 Jahren widmet sich das Waffenmuseum Suhl der Aufarbeitung und Darstellung der „Waffen der Männer“. Im Mittelpunkt standen und stehen dabei Handfeuerwaffen von der Hakenbüchse bis zum Sturmgewehr. Seit mehreren Jahren wird nun versucht, sich auch dem Thema „Waffen der Frauen“ zu nähern und das im durchaus sprichwörtlichen Sinn: Liebe, Leidenschaft, Begierde, Venusfalle, Schwarze Witwe, bis hin zu Hexen und Sirenen.
Mit Dr. Ivo Kranzfelder wurde dazu ein Kunstwissenschaftler gefunden, der sich schon seit langem mit diesem Thema beschäftigt. Ihm zur Seite steht für diese Ausstellung die Kommunikationsdesignerin Ine Ilg.

Das Thema „Waffen der Frauen“ ist und bleibt unerschöpflich. Deshalb wird in der neuen Ausstellung im Waffenmuseum Suhl auf antike Geschichten zurückgegriffen, die bei genauer Betrachtung aktuelle Assoziationsspielräume erlauben.
Genannt seien als Beispiele das Urteil des Paris, bei dem die Wahl der schönsten Göttin den Trojanischen Krieg auslöst, das Tabu (der verbotene Blick) oder die Begegnung von Diana und Aktaion. Der Halbgott Aktaion erblickt nach der Jagd die Göttin Diana beim Bade, woraufhin sie ihn in einen Hirsch verwandelt, den schließlich seine eigenen Hunde zerfleischen. Es geht um „Weibermacht“ und Obsessionen.
Lysistrate, die Heeresauflöserin in einer Komödie von Aristophanes, wird einbezogen, der es gelingt, einen Krieg zu beenden, in dem sich die Frauen ihren Männern verweigern.
Ein Kapitel widmet sich dem weiblichen Körper im Kontext zum männlichen Blick. Der ironische Blick auf die „Waffen der Frauen“ ist dabei durchaus gewollt.
Die Ausstellung nutzt Reproduktionen von Bildern berühmter Künstler, die sich dem Thema widmeten. Letztlich aber geht es um die persönliche Sicht auf entsprechende
Situationen, um das Verarbeiten von Bilderreizen, um die eigene Sinnlichkeit zwischen Zeigen und Verhüllen.
Di - So 10:00 - 18:00 Uhr | letzter Einlass 17:00 Uhr