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Buchstaben lernen. ABC-Tücher & ABC-Bücher aus Sammlungsbeständen

Ab dem: 14.03.2018
Bis zum: 28.10.2018
Veranstalter:Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt
AnschriftJuri - Gagarin Ring 140 a
99084 Erfurt
Link zum Museum : http://www.volk[..]
Kabinettausstellung

Stickmustertücher, in Deutschland seit dem 16. Jahrhundert überliefert, dokumentieren einen Aspekt weiblicher Alltagskultur vergangener Zeiten. Sie dienten einst jungen Mädchen zum Üben und Sammeln von Sticktechniken, Mustern, Buchstaben mit dem Ziel, die Aussteuer kunstvoll zu zeichnen. Zunächst vor allem in adeligen und bürgerlichen Kreisen verbreitet, wurden solche Tücher nach 1870 mit Einführung des Handarbeitsunterrichts an Volksschulen zum Allgemeingut. "Nützliche" Handarbeitstechniken wie das Säumen von Wäschestücken oder das Anbringen von Knöpfen, Haken und Ösen erprobten die Schülerinnen auf sog. Nähtüchern. Als künftige Familienmütter sollten sie so ertüchtigt werden, alle im Haushalt anfallenden Flick- und Näharbeiten selbst auszuführen.

ABC- Bücher, auch als Abecedarium, Buchstabierbüchlein und späterhin als Fibeln
bezeichnet, sind seit dem frühen 15. Jahrhundert im Gebrauch – natürlich vorerst in begüterten Kreisen. Erstklässler lernen bis heute damit Lesen und Schreiben. Inhalt und Aufmachung der Leselernbücher wiederspiegeln die pädagogischen Zielsetzungen der jeweiligen Zeit. Zumeist bestehen sie aus einem Leselernteil mit Alphabet, Silben- und Wortübungen sowie einem Lesebuchteil mit Leseübungen. Eine entsprechende bilderung erleichtert das Erlernen von Laut und Bedeutung sowie die Wiedergabe der einzelnen Buchstaben in Druck- und Schreibschrift. Eigene Übungen in Schreibheften, durch die auch das Ergebnis so mancher Strafarbeit "verewigt" wurde, ergänzen die Arbeit mit den Fibeln.
Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr