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Schlossmuseum Molsdorf



Öffnungszeiten: April - Oktober
Di - So 10:00 - 17:00 Uhr
November - März
Di - So 10:00 - 16:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene (einschließlich Führungen durch die historischen Festräume zur vollen Stunde): 6,00 € | ermäßigt: 4,00 € | Kinder (bis 6 Jahre): frei
Die Glanzzeit des "Thüringer Versailles" genannten Schlosses Molsdorf lag zweifellos zwischen 1733 und 1748, als hier der preußische Diplomat und Lebemann Reichsgraf Gustav Adolf von Gotter residierte. Getreu seinem Motto "Vive la joie" (Es lebe die Freude) machte er das Haus zu einer der ersten Adressen der feudalen Gesellschaft in Thüringen. Gotter ist auch zum größten Teil das heutige Aussehen der einstigen Wasserburg zu verdanken.
Eine Führung durch das Schloß vermittelt Einblicke in den Lebensstil zu Gotters Zeiten. So gibt es neben dem Festsaal mit den 33 Portraits hochherrschaftlicher Freunde und Gönner einen Damensalon, ein Intimes Kabinett, einen Roten Salon und ein Jagdzimmer, an dessen Gestaltung bedeutende Künstler und Handwerker des 18. Jahrhunderts mitgewirkt haben. Nach 15 glanzvollen Jahren ging Gotter das Geld aus, und er mußte sein Schloß verkaufen. Die häufig wechselnden Nachbesitzer ließen Schloß und Park schnell wieder in die Bedeutungslosigkeit verfallen. Kleine Ansätze von Gestaltungswillen, so die Anlage des englischen Gartens zwischen 1822 und 1826, verliefen schnell wieder im Sande. Nach aufwendigen Rekonstruktionsarbeiten sind Schloßmuseum und Café im Jahre 1966 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Einen Namen hat sich Schloß Molsdorf - ganz im Gotterschen Sinne - mit seiner gut gepflegten ,Erotika-Sammlung" gemacht. Unter Musikfreunden sind die Kammerkonzerte und die Molsdorfer Parkkonzerte ein Begriff.